Unternehmen

Die TZG ist ein großes Agrarunternehmen Mitteldeutschlands. Wir produzieren Druschfrüchte und Futter auf unseren Feldern und Wiesen. In der Tierproduktion sind wir auf die Jungrinderaufzucht spezialisiert. Für die Direktvermarktung von Fleisch- und Wurstwaren halten wir Mutterkühe mit der entsprechenden Nachzucht.

 

 

Ein kurzer Überblick über das, was die TZG heute ausmacht:

• Rinderhaltender Berieb in Thüringen mit ca. 3.000 Rindern insgesamt, davon 450 Mutterkühe
• 55% der bewirtschafteten Flächen sind natürliches Grünland
• ein großer Arbeitgeber der Region: mehr als 65 Mitarbeiter
• Ausbildungsfreundlicher Betrieb: 4 Auszubildende durchschnittlich, mehrfach als „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ geehrt
• Produktionsstandorte in Ernstroda, Langenhain und Tabarz
• Flächengröße ca. 2.500 ha in der TZG und ca. 640 ha in der Reitenberg Landmilch GmbH

Die Vorzeit

Im Jahr 1953 wurde in Langenhain die LPG „Neuer Weg“ als erste in unserem Einzugsbereich gegründet. Bis zum Frühjahr 1960 war unser Gebiet „vollgenossenschaftlich“. Da bestanden LPG mit so „wohlklingenden“ Namen wie „Proletarischer Wille“, „Roter Stern“, „Festes Bündnis“, „Froher Mut“ , „Gute Hoffnung“ und „Frohe Zukunft“ . Die LPG wirtschafteten damals in den Typen I  und II. Im Laufe der Zeit kam es auf Grund unterschiedlicher Ursachen zu Zusammenschlüssen von LPG en und zur Umwandlung in den Typen. Es gab dann auch LPG Typ III.

 Eine weitere Zwischenstufe war die Einrichtung von Kooperativen Abteilungen Pflanzenproduktion (KAP), in die die Genossenschaften Mitglieder delegierten. Der nächste Entwicklungsschritt war die Bildung von LPG Tierproduktion (T) und LPG Pflanzenproduktion (P).

Die Gründungsphase

Die TZG wurde am 29.06.1990 gegründet. Sie ging aus der LPG (P) „Grünland“ Schönau v.d.W. und der LPG (T) „Gemeinsamer Weg“ Ernstroda hervor. Die Umwandlung erfolgte parallel  zur Währungsunion, jedoch deutlich vor dem Inkrafttreten des Landwirtschafts- anpassungsgesetzes (03.07.1991).

Damit war Pioniergeist für die Gründung erforderlich. Im Verlauf der Vorbereitung der Umwandlung wurde häufig über die passende Rechtsform nachgedacht. Es hat sich aber gezeigt, dass die „eingetragene Genossenschaft“ unter den gegebenen Bedingungen, die praktikabelste Lösung war. 72 Mitglieder zeichneten zur Gründungsversammlung Genossenschaftsanteile. Die Vorgängerbetriebe hatten insgesamt während ihres Bestehens ca. 750 Mitglieder. Beschäftigt waren zum Zeitpunkt der Umbildung dort etwa 350 Arbeitskräfte.

Die Entwicklung

Das Unternehmen musste konkurrenzfähig werden und so war die Senkung der Mitarbeiterzahl unumgänglich. Die soziale Verträglichkeit stand dabei klar im Vordergrund. – Ältere Mitarbeiter wurden in den Vorruhestand entlassen und diverse Fachkräfte an andere Unternehmen der Region vermittelt. Das Problem, dass viele Reproduktionspartner durch Umorientierung und Insolvenz Verträge mit der TZG kündigten, wurde als Chance genutzt, um das Unternehmen gezielter auszurichten und Beziehungen zu neuen starken Partnern aufzubauen. Zu den großen Herausforderungen zählten die Umstellung der Pflanzenproduktion, der Ausbau der Milchproduktion (von 200 auf 700 Milchkühe) und die Etablierung der hauseigenen Schlachtung und Verarbeitung sowie des Landmaschinenhandels.

 

Die Strategie der Genossenschaftsleitung schlug an. Mit Biss, Ideenreichtum und teilweise unkonventioneller Vorgehensweise wurden verschiedene Standbeine aufgebaut und deren Leistung kontinuierlich gesteigert. In der Pflanzen- und Tierproduktion hatten die ausreichende Nachfrage und technische Neuerungen zudem einen positiven Einfluss.

Aus ökonomischen Gründen wurde die Milchproduktion der Reitenberg Landmilch GmbH im August 2016 eingestellt.